"Hader sitzt und rührt sich nicht. Kein Lichtwechsel. Keine Requisiten. Und trotzdem reisen wir in einer Stunde um die Welt und auf den Mond; durch Sand- und Eiswüsten, ins Höllenfeuer und zum "König von Afrika". Josef Hader treibt es immer auf die Spitze. Irgendetwas, wahrscheinlich diese gnadenlose Mischung aus Genie und Eitelkeit, treibt ihn immer ganz hoch hinauf auf die Spitzen der Gipfel seiner Kunst, die als Kabarettist begann. Inzwischen fliegt er übers Kabarett hinweg."
(Die Zeit)
"Und wenn er singt, fühlt man sich unten nicht mehr allein. Die Angst, die Dunkelheit, die Verwirrung haben ihre Lieder bekommen. Und das Publikum das Persönlichste, das Hader je hergab. Gedanken, Lieder, Märchen, die das Allerheiligste öffnen; Sprengstoff für den Tabernakel der Gefühle."
(Kurier)
"Er wird zu einer eigenen, abendfüllenden Pointe, wenn er auf dem Stühlchen hockt, den Rücken gekrümmt, die Knie gespitzt, die Arme um den Leib gepreßt, innig bemüht, eine Unterhaltung zu führen, als wüßte er nicht, wohin sie führt. Wo es aber hinführt, dort ist das Glatteis, auf dem die Esel tanzen, dort sind die Abgründe, in die der Geist sich flüchtet, dort ist das zerklüftete Terrain des philosophischen Witzes, der sich als Platitüde tarnt."
(Wirtschaftswoche)